Sehenswertes/Umgebung

1. Altefähr. Seit 1249 ist die Ortschaft Oldevehr dokumentiert, was die jahrhundertelange Geschichte als Fährort belegt. Beeindruckend für heutige Besucher ist das wunderschöne Panorama der Stadtsilhouette Stralsunds, das sich von Altefährs Strandpromenade bietet. Die spätgotische Dorfkirche aus dem 15. Jahrhundert mit dem Taufbecken aus schwedischem Kalkstein- einem der größten Rügens- ist eine Besichtigung wert.

2. Rambin. Liegt wenige Kilometer von Altefähr entfernt. In den Dorfstrassen stehen nette kleine, mit bunten Blumen geschmückte Häuser. Sehenswert ist die Kirche St. Johannes aus dem 14. Jahrhundert. Bemerkenswerte barocke Fresken mit großflächigen Figurendarstellungen wurden erst bei Restaurierungsarbeiten in den 1980er Jahren zum Teil wieder freigelegt.

3. Bergen. Die Kreisstadt Bergen (17.000 Einw.) ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrums der Insel. Hervorgegangen ist Bergen aus dem dänischen Kolonistendorf Gora. Mit Gründung eines Zisterzienserinnenklosters  im Jahr  1193 durch Jaromar I. nahm der Ort den Namen Berg in Ruga an. Er stieg zum wichtigen Marktort auf und erhielt 1613 das Stadtrecht. Nachdem Rügen 1815 preußisch wurde, setzte in Bergen ein neuer wirtschaftlicher Aufschwung ein. Sehenswert sind vor allem der historische Marktplatz mit dem frisch sanierten klassizistischen Rathaus, der Backsteinbau der Post aus wilhelminischer Zeit, das Benedixhaus (ein Fachwerkbau aus dem Jahr 1538) einem der ältesten Gebäude am Ort, die Marienkirche aus dem Jahr 1170,  welche sich südlich des Marktplatzes befindet. Die Restaurierung Ende des 19. Jahrhunderts hat klassizistische Spuren hinterlassen. Sehenswert ist auf jeden Fall auch das Stadtmuseum, wo die Geschichte der Insel Rügen anschaulich dargestellt wird.

4.Putbus - Die weiße Stadt. Beinahe etwas unwirklich erscheint diese im 19. Jahrhundert kunstvoll angelegte fürstliche Residenzstadt. Fürst Wilhelm Malte I. verwandelte den alten Herrensitz in einen repräsentativen Residenz - und Badeort. Der runde Circus mit den Kavaliershäusern, der Marktplatz, das Theater, die Orangerie und der weitläufige Schlosspark bilden einen

Circus Putbus
Der Circus in Putbus

Rasender Roland
Rasender Roland 

faszinierendes Ensemble, das zu den besonderen Attraktionen Rügens gehört. Von Putbus aus können Nostalgiefans auch den Rasenden Roland besteigen, der Putbus seit 1895 mit dem Ostseebad Binz verbindet.

5. Lauterbach/Insel Vilm. Lauterbach gehört zu Putbus, von wo es über eine knapp 3 km lange Lindenallee erreichbar ist. Sein Name geht auf den Mädchennamen der Gemahlin Fürst Malte I. zurück.. Die Insel Vilm geht einer Legende nach aus einer Sturmflut aus dem Jahre 1304 hervor, wonach sich vor Lauterbach Land in Form eines gestrandeten Wals aus dem aufgewühlten Meer gebildet hatte. 1936 wurde Vilm bereits unter Naturschutz gestellt. Zu SED-Zeiten war Vilm hohen Parteifunktionären als Feriendomizil vorbehalten. Nach der Wende übernahm des Bundesamt für Naturschutz die Insel. Seit 1990 gehört die Insel zum Biosphärenreservat Südost-Rügen. Besucher werden nur in kleinen Gruppen zu max. 30 Personen pro Tag zugelassen. Auf jeden ist Vilm Fall einen Ausflug wert!!!

Insel Vilm
Blick auf die Insel Vilm

6. Garz. Die älteste und kleinste Stadt Rügens in bukolischer Umgebung. Bevor Bergen aufgrund seiner zentralen Lage zum wichtigsten Marktort aufstieg, war Garz, dem schon 1319 das Stadtrecht verliehen wurde, Hauptort der Insel. Hier befindet sich das Ernst-Moritz-Arndt-Museum sowie die spätgotische Kirche St.Petri.

7. Groß Schoritz und Zudar. Hier befindet sich das Geburtshaus von Ernst-Moritz-Arndt. Im Schoritzer Wiek liegt das Inselchen Tollow, das unter Naturschutz steht, seit es einer Kormorankolonie als Brutstätte dient. Übrigens: der Legende nach hat Klaus Störtebeker auf diesem Eiland seine letzte Ruhestätte gefunden. Die Halbinsel Zudar können Wanderer und Fahrradfahrer gemütlich  umrunden und dabei schöne Naturszenen einfangen. Dank Ernst-Moritz-Arndt haben viele Mythen und Legenden überdauert, welche zur Stimmung der Landschaft passen.

8. Poseritz und Gustow. Die Dörfer liegen an der Deutschen Alleenstraße. Obwohl nur wenige Kilometer vom Rügendamm entfernt, gibt es kaum einsamere Flecken auf Rügen. Ein zauberhafter Landstrich für lange Spaziergänge. Hübsch und sehenswert sind die gotischen Dorfkirchen der Dörfer, die beide aus dem 14./15. Jh. stammen.

9. Seebad Binz.  Bereits Ende des 19 Jh. entstanden an den langen feinsandigen Stränden der offenen Ostseeküste die Badeorte Binz, Sellin und Göhren. Binz liegt am Südende der Prorer Wiek. Mit rund 5000 Einwohnern ist Binz das größte und bedeutendste der rügenschen Seebäder. 

Das Kurhaus in Binz

Binz wurde erst bekannt, als ab 1860 die ersten Badegäste kamen. 1870 zählte man 80 Gäste (!), die der damaligen strengen Etikette gemäß keusch in Badewagen und nach Geschlechtern getrennt das kühle Nass genossen. In den 1990er Jahren wurden die großbürgerlichen Villen von Binz saniert und eine neue Seebrücke errichtet. Ebenfalls wurde die schöne Strandpromenade ausgebaut und seitdem erstrahlt Binz wieder in altem Glanz, ein äußerst attraktives, aber leider auch teures Pflaster. Seit 2001 ist das schlossartige Kurhaus an der Promenade als Luxushotel vollständig saniert. Auch die Straßen hinter der Strandpromenade werden von Hotels, Villen, Souvenirläden, Cafés und Restaurants gesäumt.


10. Prora.
Auf dem Weg von Binz nach Sassnitz gelangt man in den Strandwald zwischen dem kleinen Jasmunder Bodden und der Prorer Wiek. 10 km lang erstreckt sich ein schöner breiter Sandstrand, die Schmale Heide. Der Kiefernwald schirmt den Strand von der Strasse ab, so dass man hier ungestört baden kann. Etwa 3 km weiter steht der  Koloss von Prora, eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten Rügens und das größte Bauwerk Deutschlands. Acht sechsgeschossige Betonblocks von je 550 m Länge reihen sich  hinter einer Schutzdüne am Strand aneinander, das sind 4,5 km einheitliche graue Bauten mit unzähligen Fenstern.

Prora
Der Koloss von Prora

Feriensilos, in denen 20.000 Menschen gleichzeitig Ferien machen sollten.1935 beauftragte der Reichsorganisationsleiter des Programms "Kraft durch Freude" den Kölner Architekten Robert Ley eine Anlage zu entwerfen, die den Anforderungen des faschistischen Freizeitprogramms entsprach. Neben 10.000 kleinen Zimmern (12 qm) mit Fenster zur See sollte der Komplex Gemeinschaftsräume erhalten sowie eine zentralen Bereich mit Aufmarschplatz, 

Veranstaltungshalle und Kaianlage. Klotz´ Pläne erhielten 1937 einen Preis auf der Weltausstellung in Paris. Wegen des Beginns des 2. Weltkrieges wurden jedoch die Bautrupps abgezogen und die Anlage blieb unvollendet. Nach dem Krieg versuchte die Rote Armee, die Bauten zu sprengen, aber sie scheiterten am soliden Stahlbeton. Sie wurden danach von der Volksarmee der DDR als Kasernen verwendet. Die Gebäude stehen heute unter Denkmalschutz. Da es jedoch kein Gesamtkonzept gibt, stehen auch heute noch große Teile leer. Es hat sich ein Sammelsurium von kuriosen Museen etabliert. So gibt es ein NVA-Museum, eine Rügen-Galerie, ein Erlebnismuseum Wasserwelt sowie das Eisenbahn und Technik Museum und vieles mehr.

 

11. Zirkow. Südlich der B 196 von Bergen nach Binz liegt der Ortskern mit seiner gotischen Backsteinkirche aus dem 15. Jh. u. dem Museumshof mit einem 260 Jahre altem rohrgedeckten Prachthof. Nördlich der B196 führt eine uralte für den Autoverkehr gesperrte Kopfsteinpflasterstrasse nach Kiekut. Ein hübscher Sparzierweg, der durch den grünen Blättertunnel der Mustitzer Rotbuchenallee führt, eine der ältesten u. schönsten Alleen auf Rügen. Über 100 Rotbuchen ließ Fürst Malte der I. 1820 auf einer Länge von 2,5 km pflanzen, seit 1937 ein Naturdenkmal.

12. Jagdschloss Granitz.  Das große Waldgebiet zwischen Binz u. Sellin gehörte seit dem 14. Jh. den Herren v. Putbus, die es als Jagdrevier nutzten. 1836 begann im Auftrag von Fürst Malte die Errichtung des Jagdschlosses   mit vier Ecktürmen in Stil einer gotischen Burg. Während des Baus änderte der Fürst seine Plane u. entschied sich anstelle eines offenen Innenhofes für einen zentralen Turm. Zum 38m hohen Mittelturm führt eine filigran gearbeitete Wendeltreppe mit 154 Stufen hinauf. Die Rundumsicht von dessen Aussichtsplattform ist großartig und auf jeden Fall eine Besichtigung wert. Von Binz gibt es 2 Wanderwege durch die Granitz nach Sellin ( ca. 6 km) 

            Jagdschloss Granitz

13. Lancken-Granitz u. Having. Hauptanziehungspunkte des beschaulichen Ortes sind die etwa 4.500 Jahre alten Hünen- u. Hügelgräber, die man in den Feldern der Umgebung  durch baumbewachsene "Inseln" erkennen kann. An der Bucht Having liegen eine Reihe idyllischer Orte, die sich am besten über den "Rundweg an der Having" erkunden lassen. Sehenswert ist das beschauliche Moritzdorf, das am Fuß einer bewaldeten Anhöhe liegt auf der sich die Ausflugsgaststätte Moritzburg befindet.  Vor allem aber gibt es in Moritzdorf die kleinste Fähre Rügens.  Es ist die letzte muskelbetriebene Ruderbootfähre der Insel. Durch sie gelangt man von Moritzdorf an das andere Ufer Richtung Baabe.

 

14. Seebad Sellin. Die Ortschaft zieht sich bergauf bis an die Klippen des Steilufers. Ein Aufzug u. eine Treppe führen hinab zum Strand und der berühmten Seebrücke. Der erste Seebrücke in Sellin entstand bereits 1906 wurde jedoch mehrmals durch Sturmfluten u. Packeis zerstört. 1978 riss man nach der letzten schweren Flut der verbliebenen Rest ab. 1992 wurde die Brücke nach altem Vorbild wieder aufgebaut und 1998 dann fertig gestellt. Mit fast 400 Metern ist die Seebrücke in Sellin die längste Rügens. In Sellin befindet sich auch das Spassbad Nemo mit Saunalandschaft und einer 100 m langen Wasserrutsche. 

 

 

 

In der denkmalgeschützten Wilhelmstrasse reihen sich die stolzen weißen Villen im Stil der Bäderarchitektur aneinander. Hier liegen die meisten Geschäfte u. Lokale. Hier befindet sich auch ein kleines Bernsteinmuseum im Ladenlokal des Goldschmiedemeisters. Im Süden grenzt Sellin an den Selliner See mit einem kleinen Hafen, dem "Bollwerk Sellin".






 


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